Starke Leistungen bei Hessischer U20-Meisterschaft

  08.06.2023
Die männliche U20

Bestes Leichtathletik-Wetter empfing die Nachwuchs-Asse bei den hessischen Meisterschaften der U20 im „Nord-West Stadion“ von Bad Homburg. Nach zwei Tagen konnten ein ganzer Schwung geknackter DM-Normen auf der Habenseite verbucht werden.

100 Meter: Bereits im Vorlauf deutete Julian Rubel (Königsteiner LV) mit flotten 10,81 Sekunden an, dass er der Favorit auf den Titel ist. Im Zwischenlauf folgte in 10,86 sec. die Bestätigung, ehe im Finale mit der neuen „PB“ von 10,77 Sekunden der Titel für den KLVer unter Dach und Fach war. Dahinter blieben auch Elias Maurer (TSV Amicitia Viernheim/10,90 sec.) und Elias Stork (Wiesbadener LV/10,94 sec.) noch „unter Elf“.

200 Meter: Der zweite Sprint-Streich des Julian Rubel folgte über die 200 Meter. War die Handbremse im Vorlauf des KLVler mit 22,13 Sekunden noch ein wenig angezogen, ging es dann im Finale klar „unter 22“. Mit starken 21,80 Sekunden stellte Julian einen weiteren Hausrekord auf und hatte Elias Maurer (TSV Amicitia Viernheim/21,99 sec.) sicher im Griff. Laurin Hanke (Eintracht Frankfurt/noch U18) hatte als Dritter in 22,33 Sekunden (VL 22,26 sec.) schon einen etwas größeren Rückstand.

400 Meter: Seinen ersten von zwei HM-Titeln holte sich Tom Stöber (TV Wetzlar) mit einem tollen Sturmlauf von 48,17 Sekunden auf der Stadionrunde. Tom Gerstengarbe (LG Wettenberg/noch U18) holte sich in 50,20 Sekunden „Silber“. Andrii Shymchuk (Königsteiner LV/auch U18) stiegt als Dritter mit 51,05 Sekunden in die Freiluftsaison ein.

800 Meter: Tom Stöber tat auf der klassischen Mittelstrecke mit einem knackigen Spurt nicht mehr als nötig, um sein zweites Gold an einem Tag einzutüten. Er blieb mit 1:58,21 Minuten als einziger Starter unter zwei Minuten. Für Eric Laurens Albers (MT Melsungen) standen 2:00,77 Minute auf der Urkunde. Matej Markovic (TSV Pfungstadt) komplettierte nach 2:00,90 Minuten das Top-Trio.

3000 Meter: Hier ging der Sieg nach 9:04,21 Minuten an Aaron Hermenau (LT Kassel), wobei der Nordhesse noch der U18 angehört. Das trifft auch auf den Vizemeister zu. Lennard Herber (TV Gelnhausen) wurde mit 9:22,12 Minuten gestoppt.

110 Meter Hürden: In Abwesenheit der besten fünf schnellsten Hessen über die Kurzhürden war viel Platz auf der Bahn. Die beiden übrige Starter hatten somit beide eine Medaille schon sicher. Am Ende setzte sich Philip Weidenbach (TV Dornholzhausen) mit 15,72 Sekunden knapp gegen Emil Dummert (ASC Darmstadt/15,77 sec.) durch.

400 Meter Hürden: Mit Finn Rode gab bei den Langhürden ein U18er den Takt vor und hielt die ältere Konkurrenz deutlich auf Distanz.  Das Talent im Trikot des TV Wächtersbach lief mit glatten 55,00 Sekunden auf den fünften Platz im nationalen Ranking der U20. Erik Schmerler und Maurice Andrew (beide TV Groß-Gerau) ergänzten mit 56,33 bzw. 56,35 Sekunden das Podium.

Hochsprung: Maximilian Grün (ASC Darmstadt) konnte als Hessenmeister an glatte zwei Meter einen Haken machen. Dahinter kämpften zwei U18er um die übrigen Medaillen. Ognjen Ilic (TV Groß-Gerau) setzte sich mit 1,75 Meter gegen Louis-Levin Brill (SSC Bad Sooden-Allendorf/1,70 m) durch.

Weitsprung: Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt), der schon mehrfach jenseits der sieben Meter gelandet war, reichten diesmal 6,85 Meter zum Titel. Marc Mercier (ASC Darmstadt) markierte 6,55 Meter. Jonas Neuenroth (SSC Bad Sooden-Allendorf) kam auf 6,36 Meter.

Dreisprung: Lediglich zwei Athleten, darunter ein U18er, gingen hier auf Weitenjagd. Niklas Stroh (ASC Darmstadt) hatte mit 13,43 Metern die Nase vorne. Henning Judt (TV Groß-Gerau/noch U18) kam nach Hopp-Step-Jump auf 12,36 Meter.

Stabhochsprung: Nick Lehl (TSG Wehrheim) war mit einer Vorleistung von 4,85 Meter der haushohe Favorit auf Gold. Doch es sollte ganz anders kommen. Nach einem „Salto Nullo“ bei der Einstiegshöhe von 4,50 Meter war der Titelverteidiger raus. So reichte Benedikt Haug (ASC Darmstadt) seiner einziger gültiger Versuch bei 4,20 Metern zum Sieg vor Elias Mänecke (TV Gelnhausen/noch U18/3,00 m).

Kugelstoßen: Hammerwurfspezialist Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) setzte sich mit der sechs Kilogramm schweren Kugel und einer Weite von 14,90 Metern problemlos gegen Noah Bornmann (LSC Bad Nauheim/14,18 m) durch. Dahinter reihte sich Christian Wolf (Eintracht Frankfurt/13,05 m) ein.

Diskuswerfen: Titel-Favorit Michael Benedict (LSC Bad Nauheim) hatte den richtigen Dreh im Ring raus und kam mit starken 55,77 Metern fast in den Bereich seiner Saisonbestmarke (56,50 m). Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) kann es nicht nur mit dem Hammer und der Kugel. Auch der Diskus fliegt auf solide Weiten, denn 44,66 Meter wurden mit „Silber“ belohnt.

Speerwerfen: Das Pflicht-Programm erfüllt und mit 54,60 Metern den erwarteten Titel geholt. Das war das HM-Fazit von Fynn Lenzner (TSG Wehrheim). Die „Kür“ einer neuen Bestweite, Lenzner warf Anfang des Jahres bereits 58,47 Meter, klappte diesmal noch nicht. Zur Vizemeisterschaft reichte eine Weite von 42,28 Metern, die Pascal Becker (Alsfelder SC) in die Wertung brachte.

Jens Priedemuth