HLV-Nachwuchs holt bei den süddeutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen 16 Medaillen - darunter sieben Titel
  10.02.2020


Weitenjäger Oliver Koletzko markiert mit seinem letzten Sprung auf 7,47 Meter einen neuen hessischen Hallenrekord - Juan Sebastian Kleta stürmt über 60 Meter mit hervorragenden 6,92 Sekunden zum Titel

Reichlich Edelmetall, darunter sieben Titel, hatte der hessische U18-Nachwuchs bei der Rückkehr von den süddeutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen im Gepäck.

Fangen wir bei den Mädels an. Hier gab es auf der Hallenrunde einen dreifachen Triumph für die hessischen Farben. Hawa Jallow (Wiesbadener LV) setzte sich in 24,53 Sekunden gegen die beiden Eintracht-Athletinnen Nele Kühn (24,99 sec.) und Charlize Boykin (25,13 sec.) durch. Die Mehrkampf-Spezialistin aus der Landeshauptstadt wurde in 8,53 Sekunden zudem noch Vizemeisterin über 60 Meter Hürden und musste mit lediglich 0,03 Sekunden Rückstand hier lediglich Paula Grauvogel (TV St. Wendel) den Vortritt lassen. Rang drei in diesem Rennen ging durch Dana Schubert (TV Gelnhausen/8,69 sec.) ebenfalls nach Hessen. Ebenfalls „Bronze“, jedoch über die flachen 60 Meter, schnappte sich in 7,67 Sekunden Carolin Schlung (SSC Bad Sooden-Allendiorf), die von Charlize Boykin (LG Eintracht Frankfurt/7,73 sec. bzw. 7,71 sec. im ZL) verfolgt wurde. Boykin führte dann noch die Staffel ihres Vereins über 4x200 Meter (Boykin, Kühn, Eberhard, Peine) an, die in 1:41,97 Minuten die Vertreterinnen der Startgemeinschaft Nordhessen-Buseck (Otto, Hinz, Carilus, Schlung/2. in 1:43,02 Minuten) auf Distanz hielt.

Gleich drei Hessinnen stürmten über 1500 Meter unter die Top-Sechs. An der Spitze machte Jule Behrens (ASC Darmstadt) „ihr Ding“ und setzte sich nach 4:35,63 Minuten ganz souverän gegen Hannah Rudel (LC Rehlingen/4:42,27 min.) durch. Elena Taubel (SSC Hanau-Rodenbach) finishte als Fünfte (4:54,89 min.) ganz knapp vor Carolina Schäfer (TG Schwalbach/4:54,96 min.) auf Position sechs. Beim Weitsprung fehlten Josephine Otto (LAV Kassel/4.) mit 5,63 Metern lediglich fünf Zentimeter zum Bronzerang.

Eine Klasse für sich war einmal mehr Oliver Koletzko (Wiesbadener LV), der sich im Weitsprung nach  7,18 Metern zum Auftakt auf 7,29 Meter steigerte und dann im letzten Durchgang hervorragende 7,47 Meter markierte und mit dieser neuen hessischen Rekordmarke natürlich auch den SDM-Titel holte. Vizemeister wurde der ein Jahr jüngere Juan Sebastian Kleta (TV Gelnhausen) mit 7,15 Metern. Zwillingsbruder Juan Esteban Kleta (ebenfalls TVG) musste als Achter mit 6,32 Metern zufrieden sein. Juan Sebastian hatte dann noch ein tollen Auftritt über 60 Meter. Nach 6,97 Sekunden im Zwischenlauf schaltete der Youngster aus der Barbarossa-Stadt im Finale nochmals einen Gang hoch und enteilte mit beeindruckenden 6,92 Sekunden der von Daniel Willimsky (TSV Ochenbruck/7,02 sec.) angeführten Konkurrenz. Auf Rang fünf bzw. sechs stürmten dann noch Juan Esteban (7,13 sec.) sowie Marc Mercier (ASC Darmstadt/7,25 sec.) über die Ziellinie. Gleich zwei Einsätze im Mittelstreckenbereich absolvierte Nick Fröhlich (KSV Baunatal). Der Nordhesse wurde am Samstag Fünfter über 800 Meter (2:01,56 min.) und konnte einen Tag später dann über 1500 Meter nach 4:09,81 Minuten den dritten Platz bejubeln. Gans oben aufs „Stockerl“ sprintete mit 7,85 Sekunden über die 60 Meter Hürden Aaron Giurgian (ASC Darmstadt). Der Sieg im B-Finale wurde eine Beute von Marshellus Foreshaw (LG Eintracht Frankfurt/8,35 sec.). Durch Maximilian Grün, er flog im Hochsprung bei 1,96 Metern über die Latte, gab es für den ASC Darmstadt einen weiteren Titelträger. Valentin Schomburg (TV Gelnhausen) beendete den Wettkampf mit 1,81 Metern (6.). Innerhalb von knapp 0,50 Sekunden stürmten die drei schnellsten Staffeln (4x200 m) über die Ziellinie. Den Anfang machte die LG Region Karlsruhe (1:32,64 min.) gefolgt von der LAZ Ludwigsburg (1:32,72 min.). Die Jungs der Startgemeinschaft Gelnhausen-Darmstadt (Juan Sebastian Kleta, Aaron Giurgian, Marc Mercier, Juan Esteban Kleta) konnten nach 1:33,07 Minuten Bronze in Empfang nehmen. Für die LG OVAG Friedberg-Fauerbach (Markof, Smolka, Rieck, Natalio) stand nach 1:35,77 Minuten ein siebter Platz auf der Urkunde. Lovro Maras (LG Eintracht Frankfurt) wurde für seine 16,36 Meter beim Kugelstoßen mit der Vizemeisterschaft belohnt. Vierter in dieser Konkurrenz Michael Neuenroth (SSC Bad Sooden-Allendorf/14,99 m). Ebenfalls auf dem ungeliebten vierten Platz landete Dreispringer Ben Philipp Keil (Eintracht Frankfurt/12,81 m), der beim Hopp-Step-Jump hätte 19 Zentimeter weiter fliegen müssen.

Ein SDM-Bericht zum Abschneiden der Männer und Frauen folgt.